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40 Jahre Spam - Nerv-Nachrichten dominieren längst den E-Mail-Verkehr

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die erste Spam-E-Mail ist wohl im Mai 1978 verschickt worden – vor nun 40 Jahren.
  • Spam macht längst einen großen Teil des weltweiten E-Mail-Verkehrs aus. Und er sorgt für hohe finanzielle Schäden.
  • Besonders aufpassen sollten Sie, wenn es in E-Mails um persönliche Daten geht. Beim so genannten Phishing sind Betrüger auf Kreditkarten- und Login-Daten aus.
In einem E-Mail-Postfach liegen 92 neue Nachrichten im Spam-Ordner.
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Unerwünschte Werbung, Abzocke mit Ihren Daten (Phishing) und Angriffe auf IT-Unternehmen: Spam ist seit inzwischen 40 Jahren eine leidige Begleiterscheinung des Internets. Je nach Untersuchung und betrachtetem Zeitraum gehen Sicherheitsunternehmen zumindest bei mehr als der Hälfte des weltweiten E-Mail-Verkehrs von Spam-Nachrichten aus. Untersuchungen schätzten ihn für einzelne Jahre sogar auf 90 Prozent und mehr ein.

Milliarden Spam-E-Mails, die im Netz unterwegs sind, richten durchaus hohe Schäden an – sowohl beim einzelnen als auch bei Firmen:

  • Das Aussortieren von Spam kostet Zeit. Andere Arbeit bleibt darum liegen.
  • Schutzsysteme kosten Geld und müssen regelmäßig aktualisiert werden.
  • Spam-E-Mails verursachen Datenverkehr. Empfangen Sie solche Nachrichten mit Ihrem Smartphone, schlägt das z.B. aufs monatliche Datenvolumen.
  • Wo viele E-Mails unterwegs sind, braucht es leistungsfähigere Server bzw. andere E-Mails werden langsamer zugestellt.

Eine Studie aus dem Jahr 2012 hat diesen wirtschaftlichen Schaden auf jährlich 14 bis 18 Milliarden Euro geschätzt, zitiert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Mehr als 500 Millionen Stunden würden Nutzer weltweit jedes Jahr damit verbringen, Spam-Mails von erwünschter Post zu unterscheiden und zu löschen.

Spam ist unerlaubte Werbung

Nach deutschem Recht ist es verboten, Personen unaufgefordert Werbung per E-Mail zuzusenden. Da sich Spam-Versender aber meist gut verbergen, kommt man ihnen schwer auf die Schliche. Das BSI und wir raten im Umgang mit verdächtigen Werbenachrichten:

  • Antworten Sie nicht auf die Nachrichten! Kontaktieren Sie den Versender auch nicht unter Telefonnummern oder Adressen, die in den E-Mails angegeben sind.
  • Folgen Sie nicht eventuellen Links in den E-Mails!
  • Öffnen Sie Dateianhänge nicht!
  • Versuchen Sie auch nicht, die Betrüger mit falschen Angaben auszutricksen oder nur zum Schein auf das Angebot einzugehen.

Entsprechende E-Mails sollten Sie stattdessen sofort löschen. Im Zweifel nehmen Sie Kontakt zu Personen auf, die wissen, ob es sich um zum Beispiel einen schlechten Scherz oder tatsächlich um eine Warnung handelt.

Weitere Infos

In weiteren Artikeln lesen Sie Hintergrund-Infos zu Spam und Merkmalen von Phishing-Mails. Typisch sind etwa Schreiben in fehlerhaftem Deutsch (wobei auch die Betrüger die deutsche Sprache immer besser beherrschen) oder in fremder Sprache, kurze Fristen / hoher Druck auf Sie, die Bitte um persönliche Daten wie PIN oder TAN und ein E-Mail-Anhang, den Sie öffnen sollen.

Besonders gefährlich sind Phishing-Nachrichten, bei denen es um Ihre persönlichen Daten geht. Hier haben es Betrüger zum Beispiel auf Ihr Konto, Ihre Kreditkarte, Online-Logins oder Ihre Identität (Anschrift oder gleich der ganze Personalausweis) abgesehen.