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Rückreise aus dem Urlaub: Corona-Test bei Risikogebieten Pflicht

Stand:

Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich auf das Coronavirus testen lassen. Die Kosten werden übernommen. Wenn Sie aus einem Nicht-Risikogebiet zurückkehren, haben Sie dagegen keinen Anspruch mehr auf einen kostenlosen freiwilligen Test.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Einreisende aus internationalen Corona-Risikogebieten müssen sich seit dem 8. August bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Virus testen lassen.
  • Wenn Sie aus einem Nicht-Risikogebiet zurückkehren, haben Sie keinen Anspruch mehr auf einen kostenlosen freiwilligen Test.
  • Bei Einreise nach Deutschland muss ein digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt und abgeschickt werden.
Jemand wird im Auto sitzend mit einem Tupfer durch eine Rachenprobe auf das Coronavirus getestet.
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Im Kampf gegen die Ausbreitung von COVID-19 müssen sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten für 10 Tage in Quarantäne begeben. Zudem müssen Sie sich sofort bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt melden. In den Bundesländern gelten Einreiseverordnungen, in denen auch Ausnahmeregelungen für bestimmte Personengruppen geregelt sind.

In diesem Artikel schildern wir die Regelungen für Auslands-Reisen. Informationen zu Reisen innerhalb von Deutschland finden Sie in unserem entsprechenden separaten Text.

Einreise aus einem Risikogebiet: Regeln seit 8. November

Reisen Sie nach Deutschland ein und haben sich in den letzten 10 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten?

  • Einreisende aus Risikogebieten müssen sich direkt nach Ankunft nach Hause oder an einen anderen geeigneten Ort begeben und sich dort 10 Tage lang in häuslicher Quarantäne aufhalten.
  • Für Reisende aus Risikogebieten besteht die Verpflichtung, unverzüglich nach der Einreise das Gesundheitsamt zu kontaktieren und auf das Vorliegen der Quarantänepflicht hinzuweisen.
  • Das Gesundheitsamt kann Sie innerhalb von 10 Tagen nach Einreise dazu auffordern, ein negatives Testergebnis vorzulegen, oder, wenn Sie über ein solches Ergebnis nicht verfügen, einen Test zu machen. Die Pflicht zur Vorlage eines Nachweises bzw. zur Duldung einer Testung entsteht erst mit der Aufforderung des Gesundheitsamtes.

Der Test ist für Einreisende aus Risikogebieten innerhalb von 10 Tagen nach Einreise ist noch bis zum 1. Dezember kostenlos.

Sie können sich unter der Telefonnummer 116 117 oder im Internet unter www.116117.de informieren, wo Sie in Wohnortnähe einen Test machen können. Wer sich beim Hausarzt testen lassen möchte, sollte unbedingt vorher dort anrufen.

Bis das Testergebnis vorliegt, begeben Sie sich bitte unbedingt in Quarantäne!

Hinweis: Die Umsetzung der Quarantäneregelungen erfolgt durch Rechtsverordnungen der Bundesländer. Letztendlich verbindlich ist das Recht des Bundeslandes, in das Sie einreisen bzw. in dem Sie sich aufhalten.

Beachten Sie auch mögliche Ausnahmeregelungen zur Quarantänepflicht nach dem Recht Ihres Bundeslandes (insbesondere Durchreisende und Grenzpendler).

Wie lange muss ich in Quarantäne bleiben?

  • Grundsätzlich gilt die 10-tägige Quarantänepflicht.
  • Frühestens 5 Tage nach der Einreise kann ein Corona-Test gemacht werden. Wenn das Ergebnis negativ ist, wird die Quarantäne aufgehoben.
  • Das Testergebnis muss nach der Testung 10 Tage aufbewahrt sowie der zuständigen Behörde auf Verlangen unverzüglich vorgelegt werden.
  • Sollten trotz negativem Test binnen 10 Tagen nach der Einreise Covid-19-typische Symptome auftreten, muss das Gesundheitsamt sofort benachrichtigt werden. Ein weiterer Test ist dann notwendig.

Ausnahmen von der Quarantänepflicht

Die Muster-Quarantäneverordnung des Bundes beinhaltet Ausnahmeregelungen von der Quarantänepflicht. Diese gelten aber nur, wenn die betreffende Person keine Covid-19-typischen Symptome aufweist. Diese können je nach Bundesland in den Landesverordnungen auch abweichend geregelt sein. Maßgeblich für Einreisende bleiben auch künftig weiterhin die Regelungen der jeweiligen Bundesländer.

Ausnahme von der Quarantäne- und Testpflicht sind nach der Bundesregelung vorgesehen zum Beispiel für Transitreisende, Reisen in Nachbarländer von unter 24 Stunden, familiäre Besuche von bis zu 72 Stunden, für Berufspendler sowie Beschäftigte bestimmter Berufsgruppen wie beispielweise des Gesundheitswesens. Ohne Quarantäne und Testpflicht können Sie auch einreisen, wenn Sie ein negatives Testergebnis vorlegen können. Der Test darf nicht früher als 48 Stunden vor der Einreise bzw. unmittelbar vor der Einreise vorgenommen worden sein.

Was sind Corona-Risikogebiete?

Zu den Risikogebieten gehören viele Länder außerhalb Europas wie die USA, Russland oder die Türkei. Aber auch innerhalb Europas sind verschiedene Risikogebiete ausgewiesen. Bei Deutschlands direkten Nachbarländern gilt zum Stand 9. November 2020:

  • Niederlande: Das gesamte Land (inkl. der autonomen Länder) gilt als Risikogebiet.
  • Belgien: Das gesamte Land gilt als Risikogebiet.
  • Luxemburg: Das gesamte Land gilt als Risikogebiet.
  • Frankreich: Das gesamte Kontinentalfrankreich sowie verschiedene Überseegebiete gelten als Risikogebiete.
  • Schweiz: Das gesamte Land gilt als Risikogebiet.
  • Österreich: Fast das gesamte Land gilt als Risikogebiet. Ausnahmen sind die Gemeinden Jungholz und Mittelberg/Kleinwalsertal.
  • Tschechien: Ganz Tschechien gilt als Risikogebiet.
  • Polen: Das gesamte Land gilt als Risikogebiet.
  • Dänemark: Das gesamte Land mit Ausnahme der Färöer und Grönland.

Darüber hinaus gibt es in Europa weitere Risikogebiete, z.B. das gesamte Land Spanien mit Ausnahme der Kanarischen Inseln.

Ob Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, können Sie einer Liste des RKI entnehmen, die laufend aktualisiert wird.

Einreiseanmeldung vor Rückreise aus einem Corona-Risikogebiet

Vor der direkten Einreise aus einem Risikogebiet mit dem Flugzeug, Schiff, Bahn oder Bus müssen Sie die digitale Einreiseanmeldung ausfüllen und abschicken. Sie ersetzt seit dem 8. November die Aussteigekarte in Papierform. Auf www.einreiseanmeldung.de müssen Sie Reise- und Kontaktdaten angeben, die an die für Ihren Wohnort oder Aufenthaltsort zuständige Gesundheitsbehörde weitergeleitet werden. Sie kontrolliert, dass Sie die notwendige Quarantäne einhalten.

Gibt es Sanktionen?

Bei Verstoß gegen die genannten Pflichten zur Meldung, Testung, Nachweispflicht oder zur häuslichen Quarantäne können die zuständigen Behörden Bußgelder verhängen.

Was gilt für Reisende aus Nicht-Risikogebieten?

Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten können sich freiwillig testen lassen. Die Kosten dafür müssen Sie selbst tragen. Grundlage ist ein Beschluss der Ministerpräsidenten vom 27. August 2020. Die freiwerdenden Testkapazitäten sollen genutzt werden für mehr Tests in Schulen, Kindergärten, Pflegeheimen und Krankenhäusern.

Den Test können Sie an entsprechenden Teststationen am Flughafen, Bahnhof oder anderen Knotenpunkten oder beim niedergelassenen Arzt durchführen lassen.