Unter Berücksichtigung der gültigen Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus sind alle Beratungsstellen weiterhin telefonisch erreichbar und organisieren eine Beratung für Sie. (HRO 0381 / 208 70 50, SN 0385 / 591 81 10 und NB 0395 / 568 34 10). Nutzen Sie auch den Weg über unsere sichere E-Mail-Beratung.

Alte gegen neue Ölheizung austauschen! – Ist am günstigsten, oder?

Stand:
gefördert durch:
Off
„Nicht unbedingt, denn die aktuellen Fördermittel machen auch Heizungen, die erneuerbare Energien nutzen, attraktiv“, weiß Energieberaterin Pia Anderer aus Aachen.

Energieberaterin Pia Anderer aus Aachen

„Ich erinnere mich an eine Hauseigentümerin, die ich telefonisch beriet. Sie hatte zwar eine funktionstüchtige Ölheizung, die auch noch nicht 30 Jahre alt war. Eine gesetzliche Austauschpflicht bestand also bisher nicht. Die Eigentümerin wollte sich aber vor einem drohenden Verbot von Ölheizungen, noch über einen möglichen Austausch informieren.

Am liebsten wollte sie wieder eine Ölheizung, da ihr die Handhabung schon bekannt war. Aber günstig beim Heizen sollte sie sein. Andere Heizsysteme schreckten sie ab:  Sie machte sich Sorgen wegen der Entsorgung des Tanks, möglicher hoher Kosten eines anderen Heizsystems und den großflächigen Umbauten. Die Frage an mich war nur noch, worauf sie beim Kauf einer neuen Ölheizung achten sollte.

Die Sorgen und Ängste der Ratsuchenden sind verständlich, allerdings hatte sie beim Überschlagen der Kosten die Fördermittel für andere Heizsysteme und den zukünftigen CO2-Aufschlag für Brennstoffe außer Acht gelassen. Gerade Heizungen, die erneuerbare Energien nutzen, werden umfangreich gefördert und können sich daher lohnen. Ab 2021 kommen zudem die Abgaben für CO2  aus dem Klimapaket der Bundesregierung für Heizöl und Erdgas hinzu. Bei einem Heizöl-Verbrauch von 20.000 kWh (2.000 Liter) sind rund 158 Euro im Jahr 2021 mehr zu bezahlen. 2025 werden es sogar knapp 348 Euro. Klimafreundliche Alternativen wirken sich aber nicht nur auf den Geldbeutel aus, sondern auch auf die Umwelt.

Im weiteren Gespräch mit der Eigentümerin ergab sich zudem, dass der Anschluss an die in der Straße schon verlegte Gasleitung möglich wäre. Zudem verfügt ihr Haus über ein großes Süddach, das eine thermische Solaranlage für Heizung und Warmwasser möglich machen würde. Im Keller des Hauses bestünde ebenfalls Platz für die Einrichtung einer Holzpelletheizung.

Die Ratsuchende war erstaunt, welche verschiedenen und sparsamen Möglichkeiten sie hatte. Eine neue Ölheizung schien nun nicht mehr so attraktiv. Sie wollte sich nun mehrere Angebote einholen und sich dann noch einmal bei mir melden.