Strom sparen im Garten

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Jeder dritte Deutsche arbeitet in seiner Freizeit gerne im Garten. In diese selbst gestalteten Anlagen wird zum Teil viel Geld und Mühe investiert. Was viele Gartenbesitzer jedoch nicht wissen, ist, dass im Garten zwischen all den schönen Blumen, Gartenteichen, Schwimmbädern, Hecken, Büschen und Bäumen zum Teil sehr viel Strom "verschwendet" wird. Wer im Garten Strom einsparen will, ohne auf Komfort zu verzichten, sollte einiges beachten.

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Solarleuchte
Foto: Kramografie/Fotolia .com

Außen besser nicht heizen

An windigen Tagen und kühlen Abenden bleiben Jacke und Wolldecke erste Wahl. Heizpilze und Wärmestrahler kommen zwar immer mehr in Mode, aus energetischer Sicht sind sie aber kaum zu empfehlen. Die mit Gas betriebenen Heizpilze emittieren viel umweltschädliches CO2 , und elektrische Geräte sind echte Stromfresser. Wer trotzdem nicht auf künstliche Wärme verzichten möchte, sollte Infrarotstrahler wählen. Sie haben den Vorteil, dass sie hauptsächlich die "beleuchteten" Stellen erwärmen, statt Energie sehr breit zu streuen. Aber: Energiesparer sind auch diese Geräte nicht. Die Strahler müssen wetterfest sein und fachmännisch montiert werden. Empfehlenswert sind Geräte, die sich nach einer bestimmten Brenndauer selbst ausschalten, alternativ gibt es Zeitschaltuhren für den Gebrauch im Freien.

Geeignete Stromquellen wählen

Immer mehr Geräte und Deko-Artikel laufen mit Sonnenkraft. Ob Lichter, Teichpumpen, Wasserspiele für Balkon oder Garten: Man kann sie getrost im Dauerbetrieb verwenden. Allerdings sind Akkus und Solarzellen am Ende der Lebensdauer fachgerecht zu entsorgen. Batterien gehören in die Sammelbox im Supermarkt, Altgeräte auf den Recyclinghof.

Wichtig ist, beim Kauf auf die Leistung zu achten. So gibt es Solarlampen in vielen Ausführungen für kleines Geld. Die meisten eignen sich gut zur Hintergrundbeleuchtung oder Markierung von Wegen. Zum Lesen auf der Terrasse oder Arbeiten im Gartenhaus sind sie dagegen oft zu schwach. Dafür bietet der Handel so genannte "Insellösungen" an, wie sie auch Camper nutzen. Dabei werden Solarpanele mit einem Ladestromregler und einem Solarakku kombiniert, der einer Autobatterie ähnelt. Die tagsüber gespeicherte Energie kann abends Geräte mit 12 bis 14 Volt Gleichspannung betreiben – zum Beispiel LED-Lampen, spezielle Radios oder Fernsehgeräte.

Ein Wechselrichter kann auch für 230 Volt Spannung sorgen. Die Systeme sind nicht billig und nur als Ersatz zu empfehlen, wenn es kein Netz gibt. Fachleute helfen bei der Zusammenstellung der Komponenten. Ähnliches gilt für Teichpumpen: Anhand von Wassertiefe, Qualität und weiteren Faktoren können Fachanbieter bestimmen, wie stark die Pumpe sein sollte und wie viele Stunden sie täglich laufen muss.

Pools abdecken

Wer sich ein eigenes Freibad zulegt, sollte hohe Energie- (und Wasser-)kosten einkalkulieren. Die Umwälzpumpe für die Filteranlage wird in der Badesaison zum Dauerläufer. Kommt eine elektrische Poolheizung hinzu, wird es schnell richtig teuer: Um 1000 Liter Wasser um ein Grad zu erwärmen, benötigt man 1,16 Kilowattstunden Energie – so viel wie für das Aufbrühen von 70-80 Tassen Kaffee. Dabei fassen mobile Schwimmbäder leicht 5000 bis 7000 Liter Wasser. Ein so genannter "Schwimmbadabsorber" ist die bessere Wahl: Das Wasser fließt durch schwarze Schläuche und wird dabei durch die Sonne erwärmt. Am besten die Filterpumpe auch für den Absorber nutzen. Um Wärmeverlust zu vermeiden, Pools nachts abdecken.

Gerätebedarf prüfen

Gerade in kleinen Gärten können Energiebewusste auf viele Kabel verzichten. So tut es manchmal schon der gute, alte Handrasenmäher statt des Elektro- oder Benzinmodells. Dadurch kommt man in Bewegung und stört keine Nachbarn. Verzichten sollten Gartenfreunde auch auf Laubbläser oder -sauger. Die meisten sind laut und ineffektiv. Gesünder und Strom sparender ist es, zum Rechen zu greifen. Wer die immer neuen Spielzeuge aus dem Elektrobereich im Grunde nicht braucht, sich aber ab und an eine schicke Maschine gönnen will oder auch schon mal ein Profi-Gerät benötigt: Im Handel gibt es viele Maschinen auch zur Miete statt zum Kauf. Oder man teilt sich die Geräte mit Nachbarn und Freunden.