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Giftstoff in selbst angebauten Zucchini

Stand:

Das wichtigste in Kürze:

  • Für den eigenen Anbau von Zucchini und Kürbisgewächsen nur Samen aus dem Handel verwenden und nicht solche, die von Zucchini und Kürbissen aus dem eigenen Garten gewonnen werden.
  • Auch sehr heiße Temperaturen begünstigen die Bildung des Bitterstoffs Cucurbitacin.
  • Zucchini nicht in der Nähe von Zierkürbissen aufziehen, da es zu Rückkreuzungen kommen kann und sich Cucurbitacin in Zucchini bilden kann.
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In handelsüblichen Zucchini- und Kürbisgewächsen wird die Bildung von Cucurbitacinen gezielt durch Züchtung entfernt. Es kann aber bei Selbstvermehrung des Saatgutes aus dem eigenen Garten durch eine ungewollte Rückkreuzung mit zum Beispiel Zierkürbissen (die noch Cucurbitacine enthalten) zur Bildung der Giftstoffe kommen.

Selbst bei kommerziell vermarkteter Ware kann es jederzeit sporadisch bittere Früchte geben, weil sich Cucurbitacine auch durch äußere Faktoren wie Verletzungen oder Trockenstress bilden können.

So erkennen Sie den Giftstoff
Vor der Zubereitung sollten Zucchini oder Kürbisse deshalb immer probiert und keinesfalls gegessen werden, wenn sie stark bitter schmecken. Dies gilt auch für fertig zubereitete Gerichte, denn Cucurbitacine können durch Kochen nicht zerstört werden.

Gelangen Cucurbitacine in den Körper, können sie Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfen und Durchfall hervorrufen. In seltenen Fällen wurden Vergiftungen mit tödlichem Verlauf beschrieben.