Bundesfinanzdienst

Stand:

Auf den ersten Blick sah es aus wie ein Steuerbescheid vom Finanzamt. Doch Absender war ein "Bundesfinanzdienst", der die Angeschriebenen per Bescheid auffordert, an einem Ertragsverfahren teilzunehmen.

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Damit sollte das "Einkommenspotential" ermittelt und ein hoher Betrag ausbezahlt werden. Voraussetzung hierfür war die Entrichtung einer Verwaltungsgebühr von 60 Euro. Die Zahlung war per Scheck, Zahlungsanweisung oder Kreditkarte möglich. Die Daten sollten in einem Sicherheitskuvert nach Kanada gesendet werden. Allerdings gab und gibt es das sogenannte Ertragsverfahren ebenso wenig wie die zitierten Datenschutzvorschriften oder eine Behörde namens Bundesfinanzdienst.

Wer auf die Auszahlung eines größeren Betrages hoffte, wurde mit Sicherheit enttäuscht. Der erwartete Geldsegen blieb aus, die Verwaltungsgebühr war verloren und das Risiko eines weiteren Datenmissbrauchs groß.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Unser Rat in solchen Fällen:
Wer auf die Auszahlung eines größeren Betrages hofft, wird mit Sicherheit enttäuscht. Der erwartete Geldsegen bleibt aus, die Verwaltungsgebühr ist verloren und das Risiko eines weiteren Datenmissbrauchs groß. Betroffene, die auf den Schwindel hereingefallen sind, sollten ihr Girokonto genau überwachen. Unberechtigten Abbuchungen sollten Sie rechtzeitig widersprechen und ggf. einen Strafantrag bei der Polizei stellen.