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Honig – Herkunftsangabe oft nicht eindeutig

Pressemitteilung vom
Honig
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Etwa ein Kilogramm Honig pro Jahr verzehrt jeder Deutsche im Durchschnitt. Eine Vielzahl von Sorten sind im Angebot: Von Akazienhonig, über Rapshonig bis hin zu Wald- und Wiesenhonig. Aber woher kommt der Honig? Da nur etwa 30 Prozent unserer Nachfrage aus einheimischer Produktion gedeckt werden kann, wird auf Importware zurückgegriffen. Der wichtigste EU-Lieferant für Honig ist China.

Genaue Herkunft erfahren Verbraucher oft nicht.

Gemäß der deutschen Honigverordnung muss Honig eine Herkunftsangabe tragen. Ein konkretes Ursprungsland muss nur dann auf dem Etikett stehen, wenn der Honig aus nur einem Land stammt. Häufiger findet man im Supermarkt Honigmischungen. Hier genügt der Hinweis „Mischung von Honig aus EU-Ländern“, „Mischung von Honig aus Nicht-EU-Ländern“ oder „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“. So kann bei der Angabe „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“ der Honig aus der ganzen Welt stammen. Wie hoch die entsprechenden Anteile sind, ist nicht erkennbar.

Wer gern Honig aus Deutschland kaufen möchte, sollte genau hinschauen. Manch deutscher Hersteller bzw. Abfüller hat neben wenigen deutschen Honigen vor allem Honigmischungen aus anderen Ländern im Sortiment.

Ursprungsland - Deutschland

Wird „Deutschland“ als Ursprungsland angegeben oder lautet die Bezeichnung „Deutscher Honig“, darf der Honig auch nur aus Deutschland stammen. Bei Honig, der in einem Imker-Honigglas des Deutschen Imkerbundes verpackt ist, muss die deutsche Herkunft ebenfalls garantiert sein und darf maximal 18 Prozent Wasser enthalten. Laut Honigverordnung sind 20 Prozent Wasser erlaubt. Zusätzlich darf Honig aus Deutschland nach der Gewinnung nicht weiter behandelt - beispielsweise gefiltert - werden, wie dies bei vielen ausländischen Honigen der Fall ist.

Werben Hersteller freiwillig mit Angaben wie „Honig aus Nord-Deutschland“ oder „Honig aus Mecklenburg-Vorpommern“ muss der Honig auch aus dieser Region kommen.

Achtung! Für Kleinkinder unter 12 Monaten tabu

Honig ist ein Naturprodukt und kann deshalb Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten. Da der Darm von Kleinkinder unter 12 Monaten noch nicht vollständig ausgereift ist, kann dies lebensbedrohlich werden. Der Hinweis auf der Verpackung ist auf vielen Honiggläsern zu finden, jedoch keine Pflichtangabe.

 

Für weitere Informationen:
Sabine Rasch, Projekt Lebensmittel und Ernährung

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