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Schulstart ohne Vitamintabletten

Pressemitteilung vom
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In wenigen Tagen startet das neue Schuljahr. Aus Sorge, dass ihre Kinder in der Schule nicht mitkommen oder anfällig für Infekte sind, setzen Eltern mitunter auf Nahrungsergänzungsmittel. Davon rät die Verbraucherzentrale MV ab.

Studien zeigen, dass die Kinder in Deutschland bis auf wenige Ausnahmen gut mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt sind. „Eine Extraportion an Vitaminen oder Mineralstoffen ist deshalb in der Regel überflüssig und kann zudem sehr teuer werden“, so Sandra Reppe von der Verbraucherzentrale MV.

Das Angebot in Drogeriemärkten, Apotheken oder im Internet vermittelt Eltern ein anderes Bild. Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln haben Kinder als Zielgruppe immer mehr im Blick. Im Handel gibt es zahlreiche Produkte mit Vitaminen, Mineralstoffen oder Omega-3-Fettsäuren speziell für Kinder. Sie kommen zum Beispiel in Form von Fruchtgummis oder als Bärchen zum Lutschen daher und sprechen so nicht nur Eltern, sondern bereits die Kinder an. Problematisch ist, dass einige Produkte sehr hoch dosiert sind, was zu unerwünschten Wirkungen wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit führen kann.

Durch Abbildungen oder Gesundheitswerbung wie „Unterstützung der Gedächtnisleistung“ oder „Das Plus für das Immunsystem“ auf den Verpackungen kann der Eindruck entstehen, dass die Produkte Konzentrationsfähigkeit der Kinder erhöhen oder die Abwehrkräfte der Kinder stärken. Allerdings geht eine Zufuhr über den Bedarf eines Nährstoffs hinaus nicht mit einer zusätzlichen oder verbesserten Wirkung einher. „Beispielsweise ist das in Obst oder Gemüse enthaltene Vitamin C für die normale Funktion des Immunsystems wichtig, Erkältungskrankheiten vorbeugen kann man mit einer übermäßige Zufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel jedoch nicht“ erläutert Sandra Reppe.

Ausführliche Informationen zu Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder finden Sie im Bericht zu einem Marktcheck der Verbraucherzentralen zu diesem Thema: https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/markt-meinung/marktchecks

 


Für weitere Informationen: Sandra Reppe
Projekt Lebensmittel und Ernährung

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