Unter Berücksichtigung der gültigen Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus sind alle Beratungsstellen weiterhin telefonisch erreichbar und organisieren eine Beratung für Sie. (Rostock 0381 / 208 70 50 , Schwerin 0385 / 591 81 10 oder Neubrandenburg 0395 / 568 34 10). Nutzen Sie auch den Weg über unsere sichere Online-Beratung.

Schulstart ohne Vitamintabletten

Pressemitteilung vom
Vitaminbärchen für die Schule
Off

Studien zeigen, dass die Kinder in Deutschland bis auf wenige Ausnahmen gut mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt sind. „Eine Extraportion an Vitaminen oder Mineralstoffen ist deshalb in der Regel überflüssig und kann zudem sehr teuer werden“, so Sandra Reppe von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern.

Das Angebot in Drogeriemärkten, Apotheken oder im Internet vermittelt Eltern ein anderes Bild. Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln haben Kinder als Zielgruppe immer mehr im Blick. Im Handel gibt es zahlreiche Produkte mit Vitaminen, Mineralstoffen oder Omega-3-Fettsäuren speziell für Kinder. Sie kommen in Form von Fruchtgummis oder als Bärchen zum Lutschen daher und sprechen so nicht nur Eltern, sondern bereits die Kinder an. Problematisch ist, dass einige Produkte sehr hoch dosiert sind, was zu unerwünschten Wirkungen wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit führen kann.

Durch Abbildungen oder Gesundheitswerbung wie „Unterstützung der Gedächtnisleistung“ oder „Das Plus für das Immunsystem“ auf den Verpackungen kann der Eindruck entstehen, dass die Produkte die Konzentrationsfähigkeit der Kinder erhöhen oder die Abwehrkräfte der Kinder stärken. Eine Zufuhr über den Bedarf eines Nährstoffs hinaus geht’s allerdings  nicht mit einer zusätzlichen oder verbesserten Wirkung einher. „So ist das in Obst oder Gemüse enthaltene Vitamin C zwar wichtig für die normale Funktion des Immunsystems, Erkältungskrankheiten vorbeugen kann man mit einer übermäßige Zufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel jedoch nicht“ erläutert Sandra Reppe.

Ausführliche Informationen zu Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder finden Sie im Marktcheckbericht der Verbraucherzentralen zu diesem Thema.


Für weitere Informationen:
Sandra Reppe, Bereich Lebensmittel und Ernährung

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.