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Grundrechte der Verbraucher eingeschränkt?

Pressemitteilung vom
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Weltverbrauchertag 2021

Der diesjährige Weltverbrauchertag wird für die meisten Verbraucher, ob als Kunde im Kaufhaus, als Reisender oder als Hotelgast, einen sehr bitteren Beigeschmack bekommen. Es war kein Geringerer als John F. Kennedy, der am 15. März 1962 vor dem US-Kongress die grundlegenden Verbraucherrechte verkündete. Unter anderen das Recht, aus einer Vielfalt von Produkten mit marktgerechten Preisen auszuwählen. Das ist im Nordosten Deutschlands vor 30 Jahren Wirklichkeit geworden. Bequem einkaufen, ob in der City, in großen Verkaufsmärkten oder in der Boutique nebenan, ist seit dem nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern eines der virulentesten Lebensaktivitäten von Alltagshast kurz vor Ladenschluss, Shopping mit der Freundin, bis hin zur Entdeckungsreise in einer fremden Stadt – kurz: Einkaufen ist Erfordernis und Freizeit zugleich und sicherlich wird Einiges gekauft, obwohl man es nicht braucht. Zuletzt fast vier Monate waren Verbraucher das zweite Mal ausgesperrt und haben dies mit Verständnis und Disziplin hingenommen. Der gesamte Einzelhandel – bis auf die alltägliche Versorgung – hatte geschlossen. Nicht nur die Händler, Gastronomen und Hoteliers sind betroffen. Dabei gibt es inzwischen erste Lockerungen, die hoffentlich von Dauer sein werden. Weiterhin werden von den Betroffenen Unternehmen Vorschläge erarbeitet – sehr gute dabei – und leider auch ignoriert. Immer noch gilt: Wenn es Lockerungen gibt, muss dies begründet und sicher sein. Die Betroffenen wünschen sich eine Umkehr dieser Regel, sobald es die Umstände zulassen: Wer Einschränkungen verkündet, muss sie auch begründen und dabei abwägen, welche nachhaltigen Schäden für die Gesellschaft entstehen können. In diesem Sinne muss die Politik auf allen Ebenen nicht nur verhindern, sondern auch den Mut zum Test haben. Als Verbraucherschützer hoffen wir, dass wir auch gefragt werden, ob und was man Verbrauchern bei aller Vorsicht zumuten kann. Anmelden zum Einkaufen wird die Menschen nicht in die Städte ziehen. Mut brauchen auch verängstigte Menschen, die erst nach und nach wieder wie gewohnt die Innenstädte bevölkern werden und erst mal auf eine Impfung warten.

 

Für weitere Informationen:
Dr. Jürgen Fischer, gf. Vorstand

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