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Diäten nach dem glykämischen Index

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Hierzu gehören etwa Logi-Methode, Glyx- und Montignac-Diät.

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Bei den Diätformen, die den glykämischen Index (GI) berücksichtigen, geht es darum, den Blutzucker- und den damit verbundenen Insulinanstieg als Antwort auf die Kohlenhydratzufuhr so niedrig wie möglich zu halten. Denn die Aufgabe des Insulins ist es, die Zuckeraufnahme in die Körperzellen sowie Aufbau und Ablagerung von Fett zu fördern bzw. den Fettabbau zu erschweren.

Bei diesen Diäten soll durch das Essen von Lebensmitteln mit niedrigem GI die Insulinantwort verringert werden, so dass gleichzeitig mehr gespeicherte Energie (Fettdepots) verbraucht wird, und zwar ohne Beachtung der Energie- und Fettzufuhr.

Unsere Bewertung

Was in der Theorie so einfach klingt - nämlich einfach auf Lebensmittel mit hohem GI zu verzichten, und schon purzeln die Pfunde - das ist in der Praxis wesentlich komplizierter: Oft werden bei diesen Diäten ernährungswissenschaftliche Tatsachen mit falschen und unbewiesenen Behauptungen vermischt.

Die Beurteilung des GI alleine für die Gewichtsreduktion ist unsinnig, da die Blutzuckerwirksamkeit eines Lebensmittels nicht einfach berechnet werden kann, sondern von zahlreichen anderen Faktoren mitbestimmt wird. Wenn überhaupt sollte eher die glykämische Last beachtet werden. Im Übrigen ist der Kohlenhydratstoffwechsel sehr viel komplexer, als dass man ihn auf die insulinwirksamen, mit der Nahrung zugeführten Stoffe Stärke und Glucose reduzieren könnte. So spielt auch der Anteil an Fruchtzucker (Fructose) eine wichtige Rolle für das Gewicht. Zudem hat Fruchtzucker zwar einen sehr niedrigen glykämischen Index, begünstigt bei übermäßiger Zufuhr aber die Entstehung einer Fettleber, die wiederum zu Insulinresistenz führt.

Bei Diäten wie der Montignac-Methode wird nach Angaben der DGE gleichzeitig zu einer extrem eiweißreichen und teilweise sehr fettreichen Kost geraten, die den wissenschaftlich fundierten Empfehlungen einer ballaststoffreichen, pflanzenbasierten Ernährung widerspricht. Auch der teilweise stark erhöhte Konsum von Fleisch und Fleischprodukten ist aus gesamtgesundheitlicher Perspektive kritisch zu sehen. Studien zeigen, dass für die reine Gewichtsabnahme vor allem die Bilanz aus zugeführten und verbrauchten Kalorien ausschlaggebend ist und nicht die Insulinausschüttung.  Ganz nach dem Motto "Eine Kalorie bleibt eine Kalorie".