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Werbefreie Verbraucherbildung für Kinder und Jugendliche sicherstellen

Stand:
Kinder und Jugendliche müssen bereits in der Schule für den Verbrauchalltag fit gemacht werden. Damit Lehrkräfte Verbraucherkompetenzen vermitteln können, müssen sie entsprechende Fortbildungen erhalten. Der Einfluss der Wirtschaft an Schulen muss begrenzt und transparent gemacht werden.
Verbraucherbildung
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Vor welchem Problem stehen die Verbraucher:innen?

Um fit zu sein für den Verbraucheralltag, bedarf es bestimmter Kompetenzen, etwa im Umgang mit digitalen Medien, für das wirtschaftliche Handeln, für eine gesunde Ernährung oder für einen nachhaltigen Konsum. Auch ein kritisches Reflexionsvermögen im Umgang mit Werbung und Angeboten von Unternehmen ist wichtig. Kinder und Jugendliche müssen derartige Verbraucherkompetenzen bereits in ihrer Schulzeit vermittelt bekommen. Trotzdem steht Verbraucherbildung in Mecklenburg-Vorpommern nicht auf dem Stundenplan. Es existiert kein Fach oder fächerübergreifender Rahmenplan Verbraucherbildung. 

Diese Lücke wird immer öfter durch Angebote aus der Wirtschaft geschlossen. Das können im Auftrag von Unternehmen erstellte Unterrichtsmaterialien sein, Schulkooperationen, Wettbewerbe oder technische Ausstattung und Fortbildungsangebote für Lehrkräfte.

Das fordert die Verbraucherzentrale:

  • Kinder und Jugendliche müssen in der Schule lernen, ihre Konsumentscheidungen kompetent, informiert und im Bewusstsein der Folgen zu treffen. Verbraucherbildung muss daher prüfungsrelevant in allen Schulformen verankert werden, am besten mit einem ausgewiesenen Leitfach und fachübergreifend.
  • Die Vermittlung von Verbraucherkompetenzen muss in den Ausbildungscurricula angehender Lehrkräfte verankert werden; für Lehrer:innen bedarf es verpflichtender Fortbildungsangebote. Es muss ein kritischer Umgang mit Angeboten der Wirtschaft und Werbung in Schulen vermittelt werden.
  • Die Landesregierung muss im Schulgesetz und Verwaltungsvorschriften gewährleisten, dass Schüler:innen Kompetenzen unbeeinflusst von kommerziellen Interessen erwerben.
  • Es braucht ein generelles Werbeverbot an Schulen. Stärkere Transparenz und Kontrollmöglichkeiten sind notwendig. Dies lässt sich durch ein Transparenzregister und zuständige Ansprechpartner im Bildungsministerium sicherstellen.