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Was kostet eine Photovoltaikanlage?

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Wenn Sie eine Solarstromanlage anschaffen möchten, sollten Sie mehrere Angebote vergleichen. Unser aktueller Preisindex für Photovoltaik hilft Ihnen, die veranschlagten Kosten einzuschätzen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Je größer eine Photovoltaikanlage ist, desto wirtschaftlicher ist sie. Sehr kleine Anlagen lohnen sich in finanzieller Hinsicht teils gar nicht mehr.
  • Der Preis für eine Solarstromanlage steigt nicht proportional zu ihrer Leistung. Sie können die vierfache Leistung zum dreifachen Preis erhalten.
  • Sie sollten immer mehrere Angebote vergleichen. Die geforderten Preise für Anlagen derselben Größe liegen teils weit auseinander.
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Der sogenannte Förderdeckel für Photovoltaik ist gefallen, somit ist klar: Solarstromanlagen auf Privathäusern können sich auch in Zukunft finanziell lohnen. Damit ein kleines Sonnenkraftwerk wirtschaftlich läuft, darf es aber in der Anschaffung nicht zu teuer sein.

Unser Preisindex liefert eine Übersicht über die mittleren Preise für Solarstromanlagen. Grundlage ist die Auswertung von 2100 echten Angeboten aus dem Jahr 2019, die die HTW Berlin im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW durchgeführt hat.

Grafik zu Preisen für Photovoltaik-Anlagen
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Die Daten zeigen, dass pauschale Richtwerte pro Kilowatt Peak (kWp) in die Irre führen können, wenn sie die Gesamtgröße der Anlage nicht berücksichtigen. Denn die Investition wächst nicht proportional mit der Anlagengröße. Je mehr Leistung eine Anlage hat, desto geringer fällt der Preis pro Kilowatt Peak Nennleistung aus. Das zeigt zum Beispiel der Vergleich einer Anlage mit 4 kWp Nennleistung mit einer 16-kWp-Anlage: Die vierfache Leistung kostet hier nur den dreifachen Preis. Das liegt unter anderem daran, dass die Kosten für die Montage weniger ins Gewicht fallen, je größer eine Anlage ist. Dadurch fällt auch die wirtschaftliche Bilanz einer Photovoltaikanlage besser aus, je mehr Leistung sie liefert. Wenn Sie finanziellen Spielraum haben, sollten Sie deshalb die Dachfläche Ihres Hauses ruhig voll ausnutzen.

Sehr kleine Anlagen können sogar trotz der Einspeisevergütung ein Minusgeschäft sein. Wer heute etwa 4 kWp in Betrieb nimmt, und im Jahr nicht mehr als 3000 Kilowattstunden Strom selbst verbraucht, schreibt bei Einbezug der Kosten des Anlagenbetriebs über eine Laufzeit von 20 Jahren rote Zahlen. Grund ist, dass die Vergütung immer weiter gesunken ist, kleine Anlagen aber im Gegensatz zu ihren großen Geschwistern nicht günstiger werden – sondern teurer. Bei Anlagen ab etwa 5 kWp ist ein finanzielles Plus allerdings weiter die Regel.

Innerhalb der einzelnen Größenklassen gibt es eine breite Streuung um die mittleren Preise. Deshalb sollten Sie immer mehrere Angebote einholen, prüfen und vergleichen. Es kann gute Gründe auch für eine Abweichung nach oben geben. Sie sollten sich diese aber auf jeden Fall vom Fachbetrieb erläutern lassen. Achten Sie zudem nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Vollständigkeit des Angebots.