Kennzeichnung von Blistern bei Nahrungsergänzungsmitteln

Stand:
Sind Angaben zu Inhaltsstoffen oder Dosierung auf dem Blister vorgeschrieben?
Off

Frage

Ich habe ein Melatonin-Nahrungsergänzungsmittel gekauft. Auf den Blistern ist aber nur der Herstellername aufgedruckt. Müssen der verwendete Nährstoff und die Dosierung nicht auch auf dem Tabletten-Blister angegeben sein? Und müsste die Verpackung nicht versiegelt sein?

Antwort

Nein, bei Nahrungsergänzungsmitteln, die ja rein rechtlich Lebensmittel sind, gilt das ganz normale Lebensmittelrecht. Damit ist weder eine Zutatenliste auf dem Blister noch ein Verkleben von Verpackungen vorgeschrieben. Es gilt gleiches Recht wie bei einer Müsli-Verpackung, da gibt es auch keine Zutatenliste auf der inneren Folienverpackung.

Dagegen sind bei Arzneimitteln die Kennzeichnungsmerkmale, nach denen Sie gefragt haben, für Blisterverpackungen tatsächlich Pflicht. Ebenso ist es bei Arzneimitteln vorgeschrieben, dass die Verpackungen versiegelt sind. Allerdings geht es dabei weniger um Verwechselungen als vielmehr um Fälschungsschutz.
 

Weiterführende Informationen:

Justitia Gericht Urteil Recht

Klageregister eröffnet: Jetzt mitmachen bei Sammelklage gegen ExtraEnergie

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) verklagt den Anbieter ExtraEnergie. Es geht um enorme Preiserhöhungen um teilweise mehr als 200 Prozent. Mit der Sammelklage will der vzbv Rückzahlungen für Kund:innen erreichen.
Plastikmüll im Meer

Einwegplastik-Verbot in der EU: Das sind die Alternativen

Eine neue Verordnung hat im Juli 2021 mit einer Reihe von Einwegkunststoff-Produkten Schluss gemacht – darunter Wattestäbchen, Plastikteller oder auch Styropor-Becher. Wir zeigen, um was es dabei genau geht und bewerten die praktischen Alternativen.
Essenreste auf einem Teller

Marktcheck: kleine Portionen in der Gastronomie noch nicht Standard

Wenn Restaurantgäste zwischen verschiedenen Portionsgrößen wählen oder übriggebliebenes Essen mitnehmen könnten, würden weniger Lebensmittel als bisher im Müll landen. Doch nur wenige Restaurants nutzen bisher ihre Möglichkeiten, wie der Marktcheck der Verbraucherzentralen zeigt.