Weltwassertag ist am 22. März

Pressemitteilung vom
Verbraucherzentrale informiert
Wasserhahn mit Glas
Off

Wasser ist lebensnotwendig für alle Lebewesen. Die Vereinten Nationen führten im Jahr 1993 den Weltwassertag ein, um auf die große Bedeutung von Wasser aufmerksam zu machen. Er findet jährlich am 22. März statt.

Trinkwasser ist ein Naturprodukt und wird laut Umweltbundesamt vorwiegend aus Grund- und Quellwasser gewonnen. Trinkwasser muss einer hohen Qualität entsprechen, das heißt es darf keine krankmachenden Keime und Schadstoffe enthalten. Geregelt wird dies in der deutschen Trinkwasserverordnung.

Laut Bericht vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und Umweltbundesamt (UBA) ist das Trinkwasser in den deutschen Wasserversorgungsgebieten in den Jahren 2017 bis 2019 von einer sehr guten Qualität. Das Trinkwasser enthielt keine Mikroorganismen, Medikamentenrückstände oder sonstige Stoffe in schädlicher Konzentration.

Neue Trinkwasserverordnung in Planung

Im Frühjahr 2023 ist die Verabschiedung einer überarbeiteten Fassung der deutschen Trinkwasserverordnung geplant. Die neue Verordnung setzt die Änderungen der seit 2021 geltenden Europäischen Trinkwasserrichtlinie um. Beispielsweise werden neue Qualitätsparameter für weitere Viren, toxinbildende Bakterien, hormonell wirkende Stoffe und Industriechemikalien (somatische Coliphagen, Microcystin-LR, Bisphenol A und PFAS) festgelegt. Gleichzeitig werden die Grenzwerte für Blei, Chrom und Arsen herabgesetzt und dementsprechend strenger. Außerdem wird der Austausch oder die Stilllegung von Trinkwasserleitungen oder -teilstücken aus Blei bis 12. Januar 2026 verpflichtend. Zusätzlich müssen den Verbrauchern künftig mehr Informationen, z.B. über die Qualität des Trinkwassers, auch online zur Verfügung stehen. Voraussichtlich wird der deutsche Bundesrat am 31. März über die Novellierung der Trinkwasserverordnung beraten.

Hätten Sie’s gewusst?

Trinkwasser schmeckt in jeder Gegend etwas anders. Das Rostocker Wasser wird aus der Warnow gewonnen und weist laut dem Rostocker Wasserwerk einen hohen Gehalt an Magnesium und Calcium auf. Diese Mineralstoffe geben den Wassergeschmack und tragen zur Gesunderhaltung des menschlichen Organismus bei.

In der Studie „Vergleich des CO2-Fußabdrucks von Mineral- und Trinkwasser“ von GUTcert fällt bereits auf den ersten Blick auf, dass bei der Produktion von Mineralwasser viel mehr Schritte nötig sind als bei Trinkwasser aus dem Hahn. Nach der detaillierten Berechnung der CO2-Emissionen schneidet Leitungswasser somit 586-fach besser ab als Mineralwasser.

Für weitere Informationen
Sabine Rasch | Fachbereich Lebensmittel und Ernährung

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