Geldanlage mit Gold: Goldsparpläne

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Eine Alternative zur einmaligen Anlage sind Goldsparpläne. Anleger sollten genau auf die Kosten achten.

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Einen großen Betrag auf einmal in physisches Gold anzulegen, ist nicht immer möglich oder sinnvoll. Eine Alternative zur einmaligen Anlage sind Goldsparpläne. Ein bestimmter Betrag, beispielsweise 100 Euro, wird monatlich in einen Sparplan gezahlt. Sie erwerben damit nach und nach das Eigentum an Gold, das der Anbieter dann für Sie lagert. Da Sie physisches Gold erwerben, bestehen auch bei dieser Anlage alle Risiken (heftige Kursschwankungen, Wechselkursrisiken), die Gold als Geldanlage mit sich bringt.

Wegen des Kaufs in Raten klingt ein Goldsparplan im ersten Moment nach einer guten Lösung, wenn man nicht einmalig einen Betrag kann oder will. Allerdings sollten Anleger hier genau auf Kosten und Gebühren achten. Diese sind oft recht üppig, sodass sich ein Vergleich verschiedener Angebote lohnt. Kosten können etwa in Form von Bearbeitungsgebühren beim Kauf und regelmäßig erhobenen Lagergebühren anfallen. Zusätzlich besteht häufig eine Spanne zwischen An- und Verkaufspreis: Wer also gekauftes Gold sofort wieder verkaufen würde, machte einen Verlust. Will man diesen vermeiden, muss abgewartet werden, bis der Goldkurs entsprechend gestiegen ist.

Klären Sie auch, ob die Sparpläne Mindestlaufzeiten vorsehen! Die Flexibilität ist dann entsprechend eingeschränkt. Bei manchen Verträgen können Sie sich das Gold auszahlen lassen - wenn Sie die Transportkosten übernehmen. Allerdings müssen Sie auch in diesem Fall dafür sorgen, dass Sie das Gold an einem anderen sicheren Ort verwahren können. Wählen Sie dafür ein Bankschließfach oder erwerben Sie dafür einen eigenen Tresor, kostet dies weiteres Geld. Bei Goldsparplänen ist auch Vorsicht vor unseriösen Anbietern und Betrügern geboten. Immerhin bekommen Sie Ihr Gold nicht zu Gesicht, da es in der Regel zentral gelagert wird.