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Fette und Öle für Kinder

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Empfehlung lautet: maximal 2 Portionen täglich, 1 Portion Fett = 1 Esslöffel
  • Auswahl unterschiedlicher Fette für die kalte und warme Küche
  • Kokosöl nicht uneingeschränkt empfohlen
Ein Butterbrot auf einem Brettchen
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Fette versorgen die Kinder mit fettlöslichen Vitaminen und wertvollen Fettsäuren. Vorrangig liefern sie allerdings auch sehr viel Energie und sollten daher grundsätzlich sparsam verwendet werden.

Tagesmenge Speisefette und -öle

Speisefette und Speiseöle stehen in der Ernährungspyramide in der 5. Ebene und sind rot hinterlegt. Das bedeutet, dass sie nur sparsam verwendet werden sollen. Pro Tag sollten es für maximal 2 Portionen sein.

Tagesmenge          =      max. 2 Portionen

1 Portion                =      1 Esslöffel

Bevorzugen Sie pflanzliche Fette und Öle. Diese enthalten die wertvollen ungesättigten Fettsäuren.

Butter und Margarine

Als Brotaufstrich kommen Butter oder Margarine in Betracht. In der Margarine sollten keine gehärteten Fette enthalten sein. Die Angaben dazu finden Sie in der Zutatenliste. Auch sollten Sie keinesfalls eine Margarine für die ganze Familie einkaufen, die cholesterinsenkend wirkt. Diese ist für Kinder und andere Familienmitglieder ungeeignet, die keine Probleme mit erhöhtem Cholesterin haben.

Kokos- und Palmfett

Kokos- und Palmfett haben einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren. Daher ist Kokosöl nicht gesünder als andere Öle. Grundsätzlich sollte eine gesunde Ernährung möglichst viele ungesättigte Fettsäuren enthalten. Daher sollten diese beiden fette nicht so häufig gewählt werden. In Maßen sind Kokosöl und Palmfett wegen des Geschmacks eine passende Zutat für asiatische Gerichte - dann aber am besten fair gehandelt und in Bio-Qualität.

Kalte Küche

In der kalten Küche eignet sich fast jedes Öl oder Fett. Bevorzugt sollten Sie native und kaltgepresste Öle verwenden. Sie sind besonders hitzeempfindlich, haben ein eigenes Aroma und einen höheren Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Zu nennen sind hier unter anderem: Olivenöl, Walnussöl, Leinöl oder Kürbiskernöl.

Warme Küche

Raffinierte Öle oder Fette eignen sich dagegen gut für die warme Küche. Sie sind im Geschmack neutral und können daher für süße Backwaren, als auch zum Braten in der Pfanne verwendet werden. Besonders das raffinierte Rapsöl ist hier zu empfehlen, da es eine vorteilhafte Fettsäurekombination enthält.

Zum Frittieren und Backen eignen sich pflanzliche Öle (außer Lein- und Diestel-Öl), wenn man die Temperatur beachtet. Kaltgepresste Öle sollten bis maximal 160 - 180°C, raffinierte Öle bis etwa 210°C erhitzt werden.

 

Weiterführende Informationen zur Haltbarkeit und Lagerung von Fetten und Speiseölen finden Sie hier.