Schadenersatz durch den Händler

Stand:

Beim Einkauf im Supermarkt, bei der Anschaffung eines Gebrauchtwagens oder beim Haustürgeschäft: Überall kommt ein Kaufvertrag zustande. Dabei gibt es feste Regeln, an die sich Käufer und Verkäufer halten müssen.

Off

Neben der Minderung oder dem Rücktritt kann der Käufer auch Schadenersatz geltend machen, wenn der Verkäufer den Mangel verschuldet hat. Der Verkäufer muss sich im Zweifel entlasten, wenn er nicht haften will. Hat der Verkäufer falsche Angaben zur Beschaffenheit der gekauften Ware gemacht, liegt in der Regel ein Verschulden auf der Hand:

Wird beispielsweise beim Kauf eines Gebrauchtwagens eine Laufleistung von 50.000 Kilometern angegeben, während das Fahrzeug tatsächlich schon 100.000 Kilometer auf dem Buckel hat, so kann der Käufer nicht nur die Erstattung des Kaufpreises verlangen. Ihm stehen alle Kosten für An- und Abmeldung des Wagens, für die Fahrtkosten zur Zulassungsstelle wie für den Gutachter zu, der den tatsächlichen Kilometerstand festgestellt hat.

Schadenersatz muss ein Verkäufer also leisten, wenn der erworbene Gegenstand nicht die vertraglich vereinbarte oder nicht die übliche Beschaffenheit aufweist und er dies zu vertreten hat.