Lila Food-Trend: Was ist eigentlich Ube?
Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern klärt auf.
Seit einiger Zeit gibt es auf Social Media einen neuen Lebensmittel-Trend. Nach grüner Matcha-Latte gibt es jetzt Lila-Latte mit Ube-Pulver. Auch viele andere Lebensmittel, wie Eis, Desserts oder Kuchen, lassen sich mit Ube lila färben. Doch was ist Ube eigentlich? Wo wächst die Wurzel und welche Inhaltstoffe hat sie?

Was ist Ube?
Ube ist eine violette Yamswurzelart, die vor allem auf den Philippinen angebaut wird. Äußerlich sieht die Wurzel einer lila Süßkartoffel zum Verwechseln ähnlich. Doch die beiden Pflanzenarten sind nicht miteinander verwandt.
Welche Inhaltsstoffe hat Ube?
„Yamswurzeln enthalten viel Stärke und Ballaststoffe, dazu Eiweiß und kaum Fett. Die lila Farbe entsteht durch blau-rote Anthocyane. Das sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe aus der Gruppe der Flavonoide“, sagt Antje Degner von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern.
Wie lässt sich die Wurzel verwenden?
Ähnlich wie Kartoffeln muss Ube vor dem Verzehr gegart werden, um genießbar zu sein. In Stifte geschnitten oder gestampft kann man die Wurzel verzehren. Auch in Süßspeisen wird sie in Asien häufig verwendet. Ube schmeckt mild und nussig und ein wenig nach Vanille. In Deutschland findet man seltener die Yamswurzel selbst. Hierzulande wird Ube, meistens im Internet, als Pulver, Paste oder Sirup verkauft. Damit werden dann Milch, Kuchen, Eis oder Desserts violett gefärbt.
Fazit:
„Der Preis für das lila Pulver ist recht hoch. Im Internet zahlt man zwischen zehn und zwanzig Euro für 100 Gramm. Und der weite Transportweg macht das Produkt nicht gerade klimafreundlich“, sagt Antje Degner. Wer genau wissen möchte, was drin ist in seinem Ube-Produkt, dem hilft ein Blick in die Zutatenliste und die Nährwerttabelle. Häufig stecken im Sirup und der Paste nämlich nicht nur Ube, sondern auch Zucker und Zusatzstoffe.
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Antje Degner
Fachbereich Lebensmittel und Ernährung
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