Unter Berücksichtigung der gültigen Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus sind alle Beratungsstellen weiterhin erreichbar und organisieren eine Beratung für Sie. (Rostock 0381 / 208 70 50 , Schwerin 0385 / 591 81 10 oder Neubrandenburg 0395 / 568 34 10). Nutzen Sie auch den Weg über unsere sichere Online-Beratung.

Lebensmittel sicher einkaufen und lagern

Stand:

Unsere Lebensmittel sind in der Regel sicher und qualitativ hochwertig. Dennoch kann es zu lebensmittelbedingten Infektionen kommen. Ursache können ein nicht sachgerechter Lebensmitteleinkauf oder die unzureichende Hygiene bei der Aufbewahrung von Lebensmitteln sein.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Transportieren Sie Lebenmittel, die gekühlt werden müssen, nach dem Einkauf rasch in Isolier- oder Kühltaschen nach Hause.
  • Achten Sie auf die vorgeschriebene Lagertemperatur des Lebensmittels, die in der Nähe des Haltbarkeitsdatums steht.
  • Stellen Sie die Kühlschranktemperatur auf maximal sieben Grad Celsius ein.
  • Geöffnete Lebensmittel können, kühl gelagert, länger haltbar sein.
  • Ein Gemeinschaftskühlschrank kann funktionieren - mit klaren Regeln.
Ein Mann steht nachdenklich vor einem geöffneten Kühlschrank
On

Unsere Lebensmittel sind in der Regel sicher und qualitativ hochwertig. Dennoch kann es zu lebensmittelbedingten Infektionen kommen. Ursache können ein nicht sachgerechter Lebensmitteleinkauf oder unzureichende Hygiene bei der Aufbewahrung von Lebensmitteln sein. Im Folgenden geben wir Ihnen Tipps, wie Lebensmittel optimal und sicher transportiert und gelagert werden sollten.

Tipps zum sicheren Lebensmitteleinkauf

Die Kühlkette nicht unterbrechen

Lebensmittel, die tiefgefroren oder gekühlt werden müssen (etwa Eis, frischer Fisch, Hackfleisch), sollten Sie gerade bei sommerlichen Temperaturen rasch nach Hause transportieren und sofort tiefgefrieren bzw. kühlen. Beachten Sie die auf der Verpackung gekennzeichneten Kühlungs- und Lagerungshinweise. Nutzen Sie für den Transport Isoliertaschen, Kühlboxen oder Kühlakkus.

Kleine Mengen kaufen

Kaufen Sie nur solche Mengen auf Vorrat, die Sie auch wie vorgeschrieben lagern können (zum Beispiel im Kühlschrank, Tiefkühlfach) und die Sie vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums oder Verbrauchdatums verzehren können.

Richtige Lagerung von Lebensmitteln

Vorgeschriebene Lagertemperatur einhalten

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) für Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, bezieht sich häufig, je nach Produktgruppe, auf einen Bereich zwischen vier und acht Grad Celsius. Bei rohem, verpacktem Fleisch wird häufig auf eine Lagertemperatur von maximal vier Grad Celsius verwiesen. Achten Sie auf die angegebenen Aufbewahrungs- und Verwendungsbedingungen auf der Verpackung. Informieren Sie sich über die unterschiedlichen Kältezonen in der Gebrauchsanweisung ihres Kühlschrankmodells, um verschiedene Lebensmittel bei der richtigen Temperatur aufzubewahren.

Achtung: Manche Produkte, z.B. vorverpacktes Hackfleisch, dürfen nur bei maximal zwei Grad Celsius lagern. Wenn Sie diese Kühltemperaturen nicht einhalten können, müssen Sie solche Lebensmittel am besten noch am Einkaufstag verbrauchen bzw. verarbeiten.

Kühlschrank von innen mit verschiedenen Kältezonen

Umfangreiche Tipps zur Haltbarkeit und Lagerung von unterschiedlicher Lebensmittel finden Sie hier.

Den Kühlschrank nicht zu voll packen

Stellen Sie die Temperatur Ihres Kühlschranks auf maximal sieben Grad Celsius ein, bei empfindlichen Lebensmitteln niedriger. Je nach Modell herrschen unterschiedliche Temperaturzonen im Kühlschrank. Messen Sie im Zweifel mit einem Thermometer nach. Tauen Sie Ihren Kühlschrank regelmäßig ab und reinigen Sie diesen mehrmals im Jahr.

Beachten Sie: Wenn der Kühlschrank zu voll ist, steigt die Temperatur. Bei einem Großeinkauf ist es außerdem energieeffizienter, den Kühlschrank einmal aufzumachen und alles einzulagern, anstatt mehrmals die Tür zu öffnen und zu schließen. Bei nicht richtig geschlossener Dichtung kann ebenfalls Wärme von außen hineinströmen und die Temperatur deregulieren.

Regelmäßige Kontrolle der Vorräte

Kontrollieren und reinigen Sie Kühl- und Vorratsschränke regelmäßig, um mögliche Keimbelastungen zu minimieren. Konserven mit gewölbtem Boden/Deckel gehören in den Hausmüll. Behalten Sie außerdem den Überblick, damit keine Lebensmittel in Vergessenheit geraten. Stellen Sie die Lebensmittel, die zuerst ablaufen, am besten ganz nach vorne in den Kühlschrank. Werden Lebensmittel über eine längere Zeit gelagert, kontrollieren Sie diese auf einen Schädlingsbefall. Ist ein Befall erkennbar, müssen Sie diese Lebensmittel entsorgen.

Geöffnete Lebensmittel kühl lagern und zügig verbrauchen

Nach Anbruch: Füllen Sie Konserven um und stellen Sie die Konfitüre in den Kühlschrank. H-Milch und Fruchtsäfte sind geöffnet nur begrenzt haltbar. Notieren Sie sich nötigenfalls das Datum des Anbruchs auf der Verpackung. Damit sich Keime nicht verteilen können, lagern Sie geöffnete Lebensmittel und Speisereste in geschlossenen Behältern oder vollständig abgedeckt im Kühlschrank.

Tipp: Verschließen Sie angebrochene Fruchtsäfte sofort wieder nach dem Einschenken. Bei Zimmertemperatur ist der Inhalt höchstens sieben Tage haltbar. Bei rascher Lagerung im Kühlschrank ist die Flasche oder Packung hingegen durchaus noch bis zu vierzehn Tagen genießbar.

Hygienischer Umgang verzögert den Verderb geöffneter Ware

Entnehmen Sie Lebensmittel wie etwa saure Gurken oder Marmelade aus dem Glas mit sauberen Küchengeräten wie einer Gabel oder einem Löffel. Und zwar nur in der Menge, die Sie benötigen. Stellen Sie den Rest sofort in den Kühlschrank zurück. Dies gilt besonders bei sommerlichen Temperaturen: zügig verbrauchen und nicht lange in der Sonne stehen lassen!

Gemeinschaftskühlschrank - Ort des Grauens?

Einsame Lebensmittel, für die sich niemand verantwortlich fühlt, vergammelte Lebensmittel oder Pfützen auf Ablageflächen durch ausgelaufene Flüssigkeiten: Ein Gemeinschaftskühlschrank kann zum Dauerstreit führen. Einige Tipps können helfen:

  1. Platz ist Mangelware
    Jeder hat nur ein begrenztes Platzkontingent - und das ist gerecht verteilt. Alle sollten bemüht sein, so wenig Platz wie möglich für sich einzunehmen. Wenn das nicht klappt, legen Sie konkrete Regeln fest.
  2. Wer kleckert, der putzt
    Jedem kann mal was umkippen oder auslaufen. Das sollten Sie als Verursacher dann aber auch direkt beseitigen.
  3. Putzplan schafft Gerechtigkeit
    Jeder Kühlschrank muss regelmäßig gründlich gereinigt werden. Damit das nicht immer dieselben Personen übernehmen, sollten Sie einen Putzplan aufstellen. Eine Grundreinigung sollte mindestens einmal im Monat erfolgen. Dabei sollten Sie auch vergammelte Lebensmittel entfernen.
  4. Wem gehört was?
    Spätestens bei der Grundreinigung, besser noch wöchentlich, sollten Sie den Kühlschrankinhalt kontrollieren. Am besten einen bestimmten Termin vereinbaren, an dem alle anwesend sind. Dann können Sie klären, wem was gehört und ob die Lebensmittel noch genießbar sind. Lebensmittel ohne Eigentümer:in können dann von allen verzehrt oder - falls verdorben - entsorgt werden.
  5. Gemeinschaftskühlschrank muss kein Streitfall werden
    Klare Regeln - mit allen abgestimmt und von allen getragen - sorgen dafür, dass der Gemeinschaftskühlschrank nicht zum Zankapfel wird. Kolleg:innen oder Kommiliton:innen, die mal etwas vergessen haben, sollten nett und höflich darauf angesprochen werden. „Mehrfachtäter“ sollten mit abgestimmten Sanktionen belegt werden, wie etwa der Übernahme von Putzdiensten.