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Vitamin D-Produkte – Wann sind sie sinnvoll?

Stand:

Vitamin D stärkt Knochen und Zähne. Regelmäßige Aufenthalte im Freien bewirken normalerweise eine ausreichende Bildung von Vitamin D in der Haut. Es gibt jedoch Ausnahmen.

Das Wichtigste in Kürze:
Erst den Arzt fragen

  • Vitamin D trägt zur Knochenstabilität und zum Zahnerhalt bei.
  • 80-90 % des Vitamin D Bedarfs wird vom Köper mit Hilfe von UV-B-Strahlung selber gebildet und nur 10-20 % durch die Nahrung aufgenommen.
  • Nur in Ausnahmefällen (z.B. bei Bettlägerigkeit oder Vollverschleierung im Freien) ist eine zusätzliche Nahrungsergänzung in Absprache mit dem Arzt sinnvoll.
  • Vitamin D schützt nicht vor dem Corona-Virus.
  • Vorsicht, wenn Sie Medikamente wie Herzglykoside nehmen.
  • Eine Überdosierung kann zu ernsthaften Gesundheitsproblemen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, reduzierten Muskeltonus bis hin zur Niereninsuffizienz führen.
Familie draußen im Sommer beim guten Wetter
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Was steckt hinter der Werbung zu Vitamin D-Produkten?

Beständig suggeriert die Werbung, dass es der Mehrheit der Bevölkerung einen gesundheitlichen Vorteil bringt, Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D einzunehmen. Aus diesem Grund konsumieren viele Menschen diese, ohne jemals zuvor ihren Blutserumspiegel überprüfen haben zu lassen.

Es stimmt zwar, dass ein Großteil der Deutschen nicht den optimalen Vitamin D-Blutspiegel, der mittels des Markers "25-Hydroxyvitamin D" gemessen wird, von 50 nmol/l erreicht. Dieser Wert wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die sich auf die Klassifizierung des US-amerikanischen Institut of Medicine (IOM) beziehen, als wünschenswert in Bezug auf die Knochengesundheit angesehen.

Doch von einem klinischen Vitamin D-Mangel, der auch gesundheitlichen Auswirkungen hat, sind die meisten weit entfernt. Ein ausgeprägter Vitamin-D-Mangel liegt bei laut IMO Klassifizierung einer "25-Hydroxyvitamin D" Konzentration unter 30 nmol/l (15 % der Bevölkerung, siehe Risikogruppen).

Die Bestimmung des Vitamin-D-Status erfolgt durch die Messung von 25-Hydroxyvitamin-D kurz 25(OH)D im Blutserum. Es kann in den Einheiten nmol/l oder ng/ml angegeben werden (für die Umrechnung von nmol/l in ng/ml teilt man den Wert durch 2,5).

25(OH)D
in nmol/l

25(OH)D
in ng/ml

Interpretation

<30

<12

Mangelhafte Versorgung mit einem erhöhten Risiko für Krankheiten wie Rachitis, Osteomalazie und Osteoporose.

30-<50

12-<20

Suboptimale Versorgung mit möglichen Folgen für die Knochengesundheit.

50 -<75

20-<30

Ausreichende Versorgung in Bezug auf die Knochengesundheit.

75-<125

30-<50

Ausreichende Versorgung in Bezug auf die Knochengesundheit ohne weiteren Zusatznutzen für die Gesundheit.

≥125

≥50

Mögliche Überversorgung, die für den Körper negative gesundheitliche Folgen haben kann, zum Beispiel Hyperkalzämien, die zu Herzrhythmusstörungen oder Nierensteinen führen können.

Der Vitamin-D-Serumspiegel unterliegt jedoch starken saisonalen Schwankungen. Wird bei der einmaligen Untersuchung des Vitamin-D-Status ein niedriger Wert gemessen, muss dies nicht zwingend bedeuten, dass bereits ein langfristiger Vitamin-D-Mangel und damit klinische Symptome vorliegen oder auftreten werden. Außerdem sind die Messmethoden noch nicht standardisiert.
Quelle: Antworten des Robert Koch-Instituts auf häufig gestellte Fragen zu Vitamin D

Folgende Gesundheitsaussagen sind auf Vitamin-D-Nahrungsergänzungen erlaubt:

  • trägt zu einer normalen Aufnahme/Verwertung von Calcium und Phosphor bei 
  • trägt zu einem normalen Calciumspiegel im Blut bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei
  • trägt zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei
  • trägt zur Erhaltung normaler Zähne bei
  • trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • hat eine Funktion bei der Zellteilung
  • wird für ein gesundes Wachstum und eine gesunde Entwicklung der Knochen bei Kindern benötigt
  • trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei Kindern bei
  • trägt dazu bei, die durch posturale Instabilität und Muskelschwäche bedingte Sturzgefahr zu verringern. Stürze sind bei Männern und Frauen ab 60 Jahren ein Risikofaktor für Knochenbrüche (bei 20 µg/Tag)

Werbeaussagen, dass eine verbesserte Versorgung mit Vitamin D Krankheiten, wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-­Erkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems oder Infekten vorbeugen kann, sind allerdings nicht wissenschaftlich bewiesen und daher auch nicht erlaubt.

Kann Vitamin D einer Infektion mit SARS-CoV-2 bzw. einer Erkrankung an COVID-19 vorbeugen?

Zur Frage, ob Vitamin D einen Schutz vor einer Infektion mit dem Corona-Virus ermöglicht, hat sich das Bundesinstitut für Risikobewertung in einer aktuellen Meldung von 25. Mai 2020 geäußert "Es sind dem BfR keine Studien bekannt, die belegen, dass die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten vor einer Infektion mit diesem Virus bzw. der Auslösung der Erkrankung schützt."

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) geben epidemiologische Studien erste Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und dem Auftreten von akuten Atemwegsinfekten. Insbesondere bei Personen, die einen echten Vitamin-D-Mangel (Serumkonzentration < 25 nmol/L) aufweisen, könnte die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten in niedriger Dosierung (7,5-100 µg/Tag oder 35-500 µg/Woche) die Häufigkeit von akuten Atemwegsinfekten verringern. Für hohe Einmalgaben an Vitamin D (> 750 µg/Tag) konnte kein Zusammenhang beobachtet werden. In der Behandlung akuter Atemwegsinfekte gab es keinen Einfluss durch die Einnahme von Vitamin–D-Präparaten.

Es kann keine generelle Empfehlung für die Einnahme von Vitamin D-Präparaten zur Vorbeugung akuter Atemwegsinfekten ausgesprochen werden. Nur wenn die Vitamin-D-Versorgung durch die Eigensynthese der Haut und über die Ernährung nicht ausreicht, sollten Supplemente genommen werden. Dabei wird von der DGE eine Zufuhrmenge von 20 µg Vitamin D pro Tag bei fehlender körpereigener Bildung als adäquat angegeben. 

Worauf sollte ich bei der Verwendung von Vitamin D achten?

Vitamin D Vergiftungen sind nicht durch exzessive Sonnenbäder möglich, sondern nur durch eine orale Zufuhr. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt eine Tageshöchstmenge von 20 µg Vitamin D (= 800 i.E.) in Nahrungsergänzungsmitteln. Vor der Verwendung ist es sinnvoll den Blutserumspiegel vom Arzt untersuchen zu lassen, um einen eventuellen Bedarf zu klären.

Nach Ansicht einer Expertenkommission (BVL/BfArM) sind Produkte nur bis zu einer Tagesdosis von 20 Mikrogramm Vitamin D (= 800 i.E.) als Nahrungsergänzungsmittel einzustufen. Höher dosierte Präparate sind als Arzneimittel anzusehen.

Auf keinen Fall sollten pro Tag mehr als 100 Mikrogramm (=4000 i.E.) insgesamt (einschließlich Lebensmittel) aufgenommen werden: Kopfschmerzen, Übelkeit und Appetitlosigkeit, reduzierter Muskeltonus im schlimmsten Fall sogar Nierenverkalkung und Nierensteine könnten die Folge sein. Vor allem bei deutlich höher dosierten Produkten aus dem Internet kommt es immer wieder zu schweren Gesundheitsschäden. Bedenken Sie, dass diese Überdosierung auch schleichend erfolgen kann, da Vitamin D lange im Körper gespeichert werden kann und sich nach und nach addiert.

Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich: Vorsicht ist unter anderem bei der Einnahme von Herzglykosiden geboten. Durch einen von Vitamin D hervorgerufen erhöhten Kalziumspiegel kann die Wirkung dieser Medikamente verstärkt werden und zu Herzrhythmusstörungen führen. Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie vor dem Einkauf eines Nahrungsergänzungsmittels mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber sprechen. Er kann Ihnen sagen, ob die Gefahr von Wechselwirkungen besteht und wie Sie diese ggf. durch zeitliche Abstände umgehen können.


Hinweis
Diese Vitamin-D-Verbindungen sind in Deutschland und anderen EU-Ländern in Nahrungsergänzungsmitteln zugelassen (gemäß EU-Richtlinie 2002/46/EG, Anhang II (Fassung vom 05.07.2017)):

  • Cholecalciferol (D3)
  • Ergocalciferol (D2)

 
Nahrungsergänzungsmittel werden mit Vitamin D3 (tierisch) und Vitamin D2 (pflanzlich) angeboten. Vitamin D2 wird durch die UV-Bestrahlung von Ergosterol (Vitaminvorstufe) aus Hefe gewonnen. Es ist daher vegan, wird vom Körper aber nicht ganz so gut aufgenommen. Vitamin D3 für Nahrungsergänzungsmittel wird in der Regel aus Wollfett (Lanolin) gewonnen. In veganen Produkten, die mit Vitamin D3 angeboten werden, stammt das Vitamin aus bestimmten Flechten. Gentechnisch produzierte Trägerstoffe für dieses Vitamin sind möglich.

Wofür braucht der Körper Vitamin D?

Damit Knochen und Zähne stabil bleiben, wird Calcium benötigt, das als Calciumphosphat eingelagert wird. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle in diesem Prozess. Es reguliert den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und unterstützt die Aufnahme von Calcium aus dem Darm ins Blut sowie die Einlagerung in die Knochen. Damit ist es unentbehrlich für die Gesundheit von Knochen und Zähnen. Vitamin D spielt darüber hinaus auch in anderen Stoffwechselvorgängen eine Rolle, unter anderem beeinflusst es die Muskelkraft.

Ein Mangel an Vitamin D kann die Ausbildung einer Knochenerweichung sowie einer Osteoporose zur Folge haben. Bei Osteoporose verringert sich die Knochendichte und damit die Stabilität des Knochengewebes. Die Knochen werden anfälliger für Brüche, insbesondere das Frakturrisiko für Hüfte, Wirbelsäule und Handgelenke nimmt zu. Mit steigendem Alter erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, an Osteoporose zu erkranken. Für eine optimale Mineralisierung der Knochen ist natürlich auch eine adäquate Calciumzufuhr notwendig.

Besonders im Kindesalter ist fehlendes Vitamin D gefährlich. Werden Knochen und Zähne bei Heranwachsenden unzureichend mineralisiert, droht eine Verformung der Knochen (Rachitis). Rachitis kommt in Deutschland allerdings sehr selten vor. Deshalb gilt: Kein zusätzliches Vitamin D ohne Rücksprache mit dem Kinderarzt!

Aktuelle Stellungnahme von zwei Kinderarzt-Verbänden:

Aufgrund der vorliegenden Studienlage kann auch bei Vitamin-D-Serum-Konzentrationen unterhalb der Referenzwerte eine generelle Vitamin-D-Supplementierung für Kinder im Alter von 2 Jahren und älter nicht empfohlen werden.
Ausgenommen davon sind Kinder mit Risikofaktoren und chronischen Erkrankungen, die potenziell mit Störungen der Kalzium- oder Vitamin-D-Resorption einhergehen.

Quelle: Gemeinsame Stellungnahme der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin (DGKJ e. V.) und der Deutschen Gesellschaft für Kinderendokrinologie und Diabetologie (DGKED e. V.) vom 19.04.2018

Kann ich meinen Tagesbedarf an Vitamin D über die Nahrung decken?

Es gibt zwei Wege, über die der Körper mit Vitamin D versorgt wird: Zum einen durch die Aufnahme von Vitamin D-haltigen Lebensmitteln, zum anderen über die körpereigene Bildung in der Haut bei Sonnenbestrahlung. Letzteres macht den deutlich größeren Teil aus: Etwa 80-90 % der Vitamin D-Versorgung erfolgt durch regelmäßige Aufenthalte im Freien. Die Bildung von Vitamin D in der Haut hängt dabei von sehr verschiedenen Faktoren ab. Der Breitengrad, die Jahres- und Tageszeit (UVB Intensität), Bewölkung, Kleidung, Freizeitverhalten sowie der jeweilige Hauttyp sind nur einige Aspekte.

Für eine ausreichende Versorgung empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), zwischen März und Oktober zwei- bis dreimal pro Woche Gesicht, Hände und Arme unbedeckt und ohne Sonnenschutz der Sonne auszusetzen (10-25 Minuten). Sonnenbrand sollten Sie dabei jedoch unbedingt vermeiden. In den Wintermonaten greift der Körper auf im Fett- und Muskelgewebe gespeichertes Vitamin D zurück. Zusätzlich sind in dieser Zeit Spaziergänge zur Mittagszeit empfehlenswert, wenn die Sonne am höchsten steht.

Hautcremes und Makeup mit Lichtschutzfaktor können verhindern, dass sich Vitamin D bildet bzw. die Bildungsrate herabsetzen. Dennoch sind Sonnenschutzmittel bei längerem Aufenthalt in der Sonne unerlässlich, um einem Sonnenbrand und Hautkrebs vorzubeugen.

Laut der DGE beträgt der Schätzwert für eine angemessene Vitamin D-Zufuhr 20 µg/ Tag. Dies gilt aber nur bei fehlender endogener Synthese, das heißt, wenn der Organismus überhaupt kein Vitamin D selbst bilden könnte z.B. bei Bettlägerigkeit.  Neben der körpereigenen Produktion kann Vitamin D in geringen Mengen – etwa 10 -20 % des Schätzwertes- durch die Nahrung aufgenommen werden. Da es zu den fettlöslichen Vitaminen gehört, ist es überwiegend in fettreichen Lebensmitteln tierischer Herkunft zu finden. Dazu zählen vor allem fetthaltige Seefische wie Hering, Lachs oder Makrele sowie Eigelb, Leber und einige Speisepilze.

Lebensmittel mit Vitamin D anzureichern ist in Deutschland aufgrund der Gefahr einer Überdosierung verboten. Für mehrere Produkte (z. B. Margarine, Kinderquark, Orangensaft) gibt es jedoch eine Ausnahmegenehmigung.

Außerdem wurden in den letzten Jahren von der Europäischen Kommission mittels Durchführungsbeschlüssen mehrere neuartige Lebensmittel zugelassen, die aufgrund einer Bestrahlung mit UV-Licht einen erhöhten Gehalt an Vitamin D2 aufweisen. Die Technik der UV-Bestrahlung macht extrem hohe Vitamin D2 von bis zu 700 µg/ 100 g möglich. Vom Gesetzgeber wurden jedoch Höchstgehalte im Endprodukt festgelegt. Außerdem müssen mit UV-Strahlung behandelte Lebensmittel mit einem vorgeschriebenen Hinweis gekennzeichnet werden. Sollten Sie UV-behandelte Lebensmittel konsumieren, seien Sie besonders vorsichtig mit der zusätzlichen Einnahme Vitamin D-haltiger Nahrungsergänzungsmittel, um eine mögliche Vitamin D-Überdosierung zu vermeiden! Eine Überdosierung durch angereicherte Lebensmittel ist nicht ausgeschlossen, wenn mehrere Vitamin D-angereicherte Lebensmittel parallel verzehrt werden und sich die aufgenommenen Vitamin D-Mengen somit summieren.

Die Einnahme von Vitamin D-Produkten wird nur dann empfohlen, wenn eine unzureichende Versorgung nachgewiesen wurde und eine gezielte Verbesserung der Versorgung weder durch eine günstigere Lebensmittelauswahl noch durch die körpereigene Vitamin D-Bildung mittels vermehrter Sonnenbestrahlung zu erreichen ist. Dies sollte jedoch in jedem Fall mit dem Arzt abgesprochen werden. Er kann Ihnen gegebenenfalls geeignete Fertigarzneimittel auf Grundlage von vorhergehenden Blutuntersuchungen verschreiben.

Sie gehören zu einer der Risikogruppen, wenn Sie:

  • älter sind als 65 Jahre, denn mit dem Alter lässt die Eigenproduktion von Vitamin D nach. Warum vor allem ältere Frauen eher unterversorgt sind als ältere Männer ist bisher nicht geklärt. Ursachen könnten der natürlicherweise höhere Körperfettanteil von Frauen, die Vermeidung von Sonnenlicht durch das Aufsuchen von Schattenplätzen, die stärkere Bedeckung des Körpers im Freien, die häufigere Verwendung von Sonnenschutzmitteln und Hautcremes mit Lichtschutzfaktor oder auch der unzureichende Verzehr Vitamin-D-reicher Lebensmittel sein.
  • zu den hochbetagten Senioren gehören: Zu Schwierigkeiten in der Versorgung kann es vor allem dann kommen, wenn Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt sind und sich nicht mehr in der Sonne aufhalten können (z. B. bei Bettlägerigkeit).
  • überhaupt nicht mit unbedeckter Haut an die Sonne gehen, zum Beispiel, weil Sie eine starke Sonnenallergie haben oder aus religiösen Gründen nur verhüllt ins Freie gehen.
  • eine dunkle Hautfarbe haben, da die UVB-Strahlen der Sonne durch den erhöhten Melaningehalt in der Haut stärker abgehalten werden.


Säuglinge können vom Vitamin D-Mangel betroffen sein, da der Vitamin D-Gehalt in der Muttermilch gering ist und die Haut des Säuglings aufgrund des noch fehlenden Schutzmechanismus nicht der Sonne ausgesetzt werden sollte. Sie bekommen daher im Rahmen der allgemeinen Vorsorge spezielle Vitamin D-Präparate vom Kinderarzt verschrieben. Dabei handelt es sich um Arzneimittel, die speziell auf den Bedarf der Säuglinge ausgerichtet sind. Eine Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln ist daher nicht angebracht.

Tipp:

  • Gehen Sie täglich für kurze Zeit ungeschützt in die Sonne und kurbeln Sie so die Vitamin D-Produktion Ihres Körpers an.
  • Achten Sie jedoch bei längerem Sonnenbaden auf ausreichenden Sonnenschutz.
  • Fetthaltiger Seefisch wie Lachs, Makrele, Sardinen sowie Eier, Pilze und Margarine, die mit Vitamin-D angereichert ist, liefern ebenfalls wertvolles Vitamin D.
  • Eine angemessene Calciumzufuhr, körperliche Bewegung und Sport stärken Muskeln und Knochen ebenfalls.  

Quellen: